Berater leiden unter Digitalisierung

Leadership | 1 Kommentare | von Claudia Hilker

Berater leiden unter der Digitalisierung ihrer Arbeit, so das Ergebnis der Untersuchung  LAB Consulting-Barometer 58 % beklagen erhöhte Arbeitsbelastung durch elektronische Medien. Die ständige Erreichbarkeit belastet Frauen stärker als Männer. Als Schutzmechanismen deligieren männliche Berater, weibliche machen Yoga.

Folgen der Digitalisierung für Berater

58 % der deutschen Consultants beklagen eine zunehmende Arbeitsbelastung durch die Digitalisierung ihrer Arbeit. Ein wesentlicher Grund ist der ausufernde E-Mail-Verkehr. Dabei leiden speziell weibliche Berater unter der ständigen Erreichbarkeit und den verschwimmenden Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit. Das gilt umso mehr, wenn sie Kinder haben: 77 % von Ihnen kritisieren die faktisch permanente Präsenz – ein Drittel mehr als ihre männlichen Kollegen (58 %).

Digitalisierung Beratung

Wenn es um persönliche Schutzmechanismen zur Bewältigung der zunehmenden Arbeitsbelastung geht, agieren Männer und Frauen ebenfalls sehr unterschiedlich: Während Männer vor allem delegieren (50 %; Frauen 34 %), bauen Frauen an erster Stelle auf Yoga und Meditation (37 %, Männer 12 %). Dies sind Ergebnisse des 1. LAB Consulting-Barometers, einer Umfrage unter 728 deutschen Consultants, durchgeführt von der internationalen Personalberatung LAB & Company.

Digitalisierung Beratung

„Die Digitalisierung der Arbeitswelt dient der permanenten Verbesserung der Qualität und dem heiligen Gral der Ergebniserzielung in immer höherer Geschwindigkeit. Sie dient aber nicht den Menschen und ihren Bedürfnissen“, sagt Marcel Ramin Derakhchan, Geschäftsführender Gesellschafter von LAB & Company. In Zeiten des Mangels an erfahrenen Beraterinnen sollten sich Consultingunternehmen stärker mit Stressfaktoren als Folge der Digitalisierung auseinandersetzen – vor allem auch geschlechterspezifisch.

Empfehlungen zur Optimierung

„Um weibliche Consultants auch langfristig zu binden, könnten Unternehmen zum Beispiel verstärkt Frauen Delegationsmöglichkeiten anbieten. Oder sie verändern ihre Erwartungskultur an die permanente Erreichbarkeit und sofortige Reaktion auf E-Mails “, so Derakhchan. Lernen ließe sich beispielsweise zudem von asiatischen oder US-Unternehmen. „Dort finden Angebote für Meditationskurse bei männlichen Führungskräften großen Zuspruch und gelten längst nicht mehr als esoterischer Schnickschnack.“ Hilfreiche Anregungen dazu gibt es im Leadership-Workshop.

Weitere Beiträge zum Thema

Tags: ,

Kommentare

  1. Danke Frau Hilker für Ihre fundierten Beiträge und die Form, Dinge an den Mann an die Frau zu bringen. Ihre kleinen Videos gefallen mir und ich werde daran gehen, auch solche zu produzieren. Die permanente Erwartungs-Kultur ist oft ein Coaching-Thema und es stimmt, Frauen tun sich sehr schwer damit, nicht erreichbar zu sein.Sie verbinden es recht oft damit, nicht gut genug zu sein. Ich konnte gerade eine Woche Ferien geniessen ohne Handy, Laptop, sms,..und es war sehr angenehm. Die Welt hat sich weitergedreht, meiner Gesundheit tut es gut und ich durfte neue Kraft für die nächsten Aufgaben tanken. Es braucht da wirklich einen klaren Kulturwandel. Bin gern dabei, hier mitzugestalten. Herzliche Grüsse Britta Wackernagel Neuroimaginationscoach

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Sie k$ouml;nnen diese HTML Tags und Attribute verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>