Digitalisierung: Digitale Nutzer Typen

Digital | 0 Kommentare | von Claudia Hilker

EmplWarum ist das Wissen über digitale Nutzer Typen wichtig? Ist man im Marketing, Employer Branding und der Unternehmenskommunikation in der digitalen Welt unterwegs, muss man seine Zielgruppe kennen und wissen, wie sich die digitale Gesellschaft entwickelt. Deshalb gibt es immer wieder Plattformen und Studien, die digitale Nutzertypen ermitteln. So wie die Initiative D21, die jährlich den D21-Digital-Index veröffentlicht.

Die digitale Offenheit nimmt ab

Im Gegensatz zum Vorjahr steigt der Zugang zur digitalen Welt an. Der Indexwert ist um 1,8 Punkte gestiegen. Auffällig ist jedoch, dass die digitale Offentheit um 1,7 Punkte gesunken ist. Das kann möglicherweise an der Angst vor Datendiebstahl liegen.

Die Studie hat ergeben, dass von 33.000 Befragten rund 87 Prozent ein Problem damit haben, wenn Anwendungen und Unternehmen automatisch auf persönliche Daten zugreifen. Dem gegenüber stehen allerdings nur sieben Prozent, die sich überhaupt darüber informieren, wer ihre Daten genau sammelt. Auch Internetkriminalität ist ein Thema. Immerhin 23 Prozent haben damit bereits Erfahrungen gemacht. Als vertrauenswürdig hält der Großteil der Befragten eine verständliche Sprache (85%) und transparent dargestellte Prozesse (76%).

Digitale Nutzer Typen

Die digitale Gesellschaft ist sehr heterogen. Die Studie unterscheidet sechs digitale Nutzertypen:

Wenig digital

  1. Außenstehender Skeptiker (27 %): Dieser Typ hat den niedrigsten Digitalisierungsgrad mit durchschnittlich 65 Jahren und einer geringen formalen Bildung. Er ist meist nicht mehr berufstätig und eher schlecht mit digitalen Geräten ausgestattet.
  2. Häuslicher Gelegenheitsnutzer (32 %): Dieser Typ besitzt den mittleren Digitalisierungsgrad und ist durchschnittlich 47 Jahre. Er ist weiblich und nutzt das Internet hauptsächlich zur Recherche und zum Online-Shopping.
  3. Vorsichtiger Pragmatiker (6 %): Auch dieser Typ ist eher weiblich und im Durchschnitt 41 Jahre. Er fühlt sich von neuen Technologien überfordert und nutzt das Internet nur sehr bedacht.

Digitale Kompetenz

  1. Reflektierter Profi (18 %): Dieser digitale Nutzertyp besitzt einen hohen Digitalisierungsgrad und ist durchschnittlich 40 Jahre. Er ist überwiegend männlich und gut ausgebildet. Er nutzt häufig PC und Notebook, um damit Alltägliches zu erledigen (Arbeit, Shopping, Social Media…).
  2. Passionierter Onliner (13 %): Dieser Typ besitzt den höchsten Digitalisierungsgrad und ist im Durchschnitt Mitte 30. Er hat großes Interesse an Internet- und Technologiethemen und neuen Medienprodukten. Hinter diesem digitalen Nutzertyp stecken die meisten Schüler (14 %).
  3. Smarter Mobilist (6 %): Er ist durchschnittlich 37 Jahre und berufstätig mit hohem Einkommen. Mit rund zehn Stunden hat er die höchste tägliche Internetnutzung. Dazu nutzt er mehrheitlich mobile Endgeräte, streamt Musik und Videos und ist auf den Social Media unterwegs. Der klassische Digital Native.

Digitale Arbeitswelt

Wer in einem Arbeitsverhältnis ist, der kommt heutzutage zwangsläufig mit der Digitalisierung in Kontakt. Je jünger die Beschäftigten, desto ausgeprägter die digitale Kompetenz. Immerhin 22 Prozent nutzen bereits Home Office und mobiles Arbeiten, wofür sie sich per Notebook oder Tablet in das Intranet des Arbeitsgebers einloggen müssen. Auch 28 Prozent geben an, dass die Hauptbarriere für die moderne Arbeitswelt, die Unternehmen sind, die keine Mitgestaltung von digitalen Arbeitsformen zulassen. Die komplette Studie D21-Digital-Index erhalten Sie als PDF-Download hier.

Fazit: Unternehmen, die in der Digitalen Transformation nicht stehen bleiben wollen, müssen also digitale Nutzertypen bedarfsorientiert fördern, das Arbeitsumfeld entsprechend ausstatten und das Datenbewusstsein von Mitarbeitern und Kunden steigern. Insgesamt zeigt die Studie aber immer noch, dass Deutschland keineswegs bestrebt ist, digital führend zu sein. Wir bewegen uns in einem Mittelfeld, aus dem es gilt nach vorne zu stürmen. Das gelingt jedoch nur, wenn Aufklärung getätigt wird, die Gesellschaft selbstbestimmter und sicherer im Umgang mit der Digitaliesierung gemacht wird und Ängste genommen werden.

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