Digitalisierung – Blick in die Zukunft

Digital | 0 Kommentare | von Claudia Hilker

Die zunehmende Digitalisierung geht wie ein digitaler Wirbelsturm durch die Wirtschaft. Laut einer Studie von Cisco werden fast die Hälfte der Unternehmen dem digitalen Wandel in unterschiedlicher Art und Weise zum Opfer fallen. Nichts desto trotz wird das Endgegenwirken dieser potentiellen Bedrohung nicht zur Chefsache erklärt.

Obwohl die Digitalisierung ein Faktor ist, dem man sich nicht entziehen kann, steht sie immer noch nicht auf der Top-Agenda internationaler Unternehmen. Vier von zehn etablierten Konzernen werden deshalb in den nächsten fünf Jahren durch den technischen Fortschritt verdrängt. Dieser Meinung sind die Befragten der Studie: ,,Digitaler Wirbelsturm – Wie digitale Disruption Industrien neu definiert‘‘, von dem US-Unternehmen Cisco und der Wirtschaftshochschule International Institute of Management Development (IMD). Dazu wurden rund 950 Unternehmen aus zwölf Branchen und 13 Ländern befragt.

Die digitale Veränderung bis 2020

Bis 2020 wird es mehrere Branchen geben, in denen sich die Digitalisierung am stärksten ausbreitet. Im Folgenden zeigen wir diese Entwicklung anhand einer Abstufung der Branchen von Eins bis Zwölf, wobei Eins die stärkste Veränderung darstellt und Zwölf die schwächste.

  1. Technologie
  2. Medien/ Unterhaltung
  3. Einzelhandel
  4. Finanz-Dienstleistungen
  5. Telekommunikation
  6. Bildung
  7. Hotellerie
  8. Verbrauchsgüter/ produzierendes Gewerbe
  9. Gesundheit
  10. Versorgungswirtschaft
  11. Ölindustrie
  12. Arzneimittelindustrie

Branchen

Die Ergebnisse im Überblick

Das Thema der Digitalisierung wird in 45 Prozent  der befragten Unternehmen nicht beachtet. 44 Prozent  der befragten Unternehmen sehen keine Gefahr der Digitalisierung für das eigene Geschäft. Rund ein Drittel  verhalten sich abwartend und beobachten die Konkurrenz, um gegebenenfalls erfolgreiche Wettbewerber adaptieren zu können. Lediglich 25 Prozent der Unternehmen sehen ihr eigenes Vorgehen der Digitalisierung gegenüber aufgeschlossen und sind nach eigenen Angaben dazu bereit, sich durch eine Umwandlung der Prozesse wettbewerbsfähig zu halten.

Wichtige Bereiche der Digitalisierung

Weiterhin ergaben sich anhand der befragten Unternehmen die Bereiche, welche für sie in der Digitalisierung von Bedeutung sind. Diese Bereiche setzen sich zusammen aus: Mobile, Automation, Analytics, Social, Big Data, Cloud, E-Commerce, Hacking.

Rund ein Viertel der Befragten sind der Ansicht dass in der Technologiebranche etablierte Unternehmen den eigenen Markt revolutionieren werden. Weitere 25 Prozent sprechen diese Revolution Technologieunternehmen aus externen Märkten zu. 35% sind der Auffassung, dass Startups aus dem Technologiebereich die eigene Branche verändern und 15 Prozent  trauen dies Startups aus anderen Branchen zu. Ein Großteil der Unternehmen sehen in der digitalen Disruption eine Form von Fortschritt. 63 Prozent sehen in Ihr eine Verbesserung der Lebensqualität, wobei die Hälfte eine Verbesserung der Informationssicherheit sehen.

Die Innovationskraft der Startups

Vergleicht man im Hinblick auf die Ergebnisse der Umfrage das Potential von Startups und etablierten Unternehmen, ergeben sich sowohl für Startups, wie auch für etablierte Unternehmen unterschiedliche Vorteile. Startups profitieren von Ihrer Größe. Es sind kleine Unternehmen, die dadurch Beweglichkeit besitzen und schnell auf plötzlich auftretende Markteinflüsse reagieren können. Da sie neu in die jeweiligen Branchen eintreten, besteht ein hohes Maß an Innovationskraft. Auf bereits am Markt etablierte Unternehmen treffen diese Art von Vorteilen in der Regel nicht zu. Dafür weisen sie eine Kraft in Form ihres Kapitals auf. Da sie bereits am Markt etabliert sind, besitzen Sie in der Regel einen Markennamen, der bereits einen gewissen Ruf aufweist.

Fazit: Die Studie zeigt abermals, dass die Digitalisierung ein bedeutendes Thema ist, welches die Wirtschaft grundlegend verändern wird. Obwohl die Digitalisierung präsent ist, ist Sie für viele Unternehmen noch nicht von Bedeutung. Die meisten sind sich aber einig: Startups werden einen enormen Anteil an der digitalen Veränderung tragen.

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