Digitalisierung: Jobkiller oder Jobmotor?

Change Management, Digital | 0 Kommentare | von Claudia Hilker

Digitalisierung Arbeitsplatz

Die Digitalisierung schreitet gnadenlos voran und immer wieder zeigen Experten und Studien, die Chancen und Risiken auf. Auf der Haben-Seite steht für Unternehmen eindeutig sich als Experte zu positionieren, Innovation und große Flexibilität. Doch für den Einzelnen kann die Digitalisierung auch bedeuten, von einer Maschine ersetzt zu werden und den Job zu verlieren.

Zeitalter der technischen Arbeitslosigkeit

Vor der Digitalisierung als Jobkiller warnt zum Beispiel der amerikanische Ökonom Jeffrey Sachs. Er sieht eine große Gefahr in Robotern und Maschinen, die immer mehr den Menschen ablösen. Dann wird auch die Nachfrage nach menschlicher Arbeit sinken, meint er. Er spricht dabei von „technischer Arbeitslosigkeit“. Viele Unternehmen stehen solch Schwarzmalerei skeptisch gegenüber. Eine Umfrage von TNS-Infratest im Frühjahr für die Studie ‚Unternehmen Zukunft: Transformation trifft Tradition‚ im Auftrag der Commerzbank zeigt, dass 43 Prozent von rund 4.000 befragten Unternehmen mit einem steigenden Personalstand durch die Digitalisierung rechnen. Für sie ist die Digitale Transformation also vielmehr ein Jobmotor, statt Jobkiller.

Wer oder was wird wegdigitalisiert?

Trotz Optimimus auf Seiten der Unternehmen, sollten Berufe mit gewissen Merkmalen Augen und Ohren offen halten. Das können klassische standardisierte Berufe sein, wie z.B. in der Logistikbranche oder im industriellen Sektor. Aber ebenso Versicherungen, Ärzte oder Berater sind nicht gänzlich geschützt. Wir wissen nicht, was die Zukunft noch alles möglich macht. Stellen Sie sich folgende Fragen. Wenn Sie viele bzw. alle mit ja beantworten, dann ist es irgendwann vielleicht sehr einfach Sie zu ersetzen.

  1. Arbeiten Sie nach bestehenden Muster und mit festem Wissen?
    Buchhalter, Steuerberater und Sachbearbeiter arbeiten nach bestehenden Schemata, die recht schnell und einfach digitalisiert werden können.
  2. Führen Sie eine wiederholende Tätigkeit aus?
    Einfache Schulungen oder Sachbearbeiter, die lediglich Unterlagen prüfen, können schnell durch programmierte Algorhythmen ersetzt werden.
  3. Üben Sie die gleichen Tätigkeiten aus, wie viele andere?
    Einer von vielen zu sein, macht es schwer hervorzustechen.
  4. Besteht Ihre Arbeit aus manuellen Tätigkeiten?
    Alles, was heutzutage noch manuell durchgeführt wird, ist häufig nur noch eine Übergangslösung und läuft darauf hinaus, digitalisiert zu werden.
  5. Ist Ihre Leistung auch anderswo zu bekommen?
    In jeder Branche gibt es viele Unternehmen, die im Wettbewerb stehen. So funktioniert unsere Wirtschaft. Jetzt kommen Plattformen mit Crowdworkern dazu, die ihre Dienste anbieten und oft günstiger sind. Auch dadurch können schnell mal Jobs wegfallen.

Sichern Sie sich Ihren Platz in der Digitalisierung

Auch, wenn niemand genau weiß, was die Digitalisierung für den Einzelnen bereit hält, im Joballtag sollten Sie sich rar machen. Beachten Sie folgende drei Punkte, um für ihr Unternehmen interessant zu bleiben.

  • Fördern Sie die Digitalisierung aktiv mit: Sie müssen nicht zwangsläufig über IT-Kenntnisse verfügen. Aber es kann nicht schaden, sich in gewissen digitalen Inhalten auszukennen. Machen Sie sich schlau und positionieren Sie sich als Experte auf ihrem Gebiet. Anwälte können zum Beispiel mit Wissen in digitalem Recht glänzen. Wissen macht attraktiv!
  • Suchen Sie sich ein Spezialgebiet: Hierbei geht es darum einzigartig zu sein. Suchen Sie sich eine Nische und eignen Sie sich Fachwissen an. Unternehmens- oder auch Steuerberater können sich auf digitale Fragen spezialisieren und im Change Management beraten. Da sollte in den nächsten Jahren gute Chancen bieten.
  • Geben Sie Ihr Wissen weiter: Das Wissen, was Sie sich aneignen oder sogar aus eigenen Projekten entwickeln, sollten Sie weitergeben an Mitarbeiter. Egal in welcher Branche, sie fördern damit die Teamarbeit und etablieren sich als wertvolle Arbeitskraft.

Fazit: Es ist nicht einfach in der Digitalisierung zu bestehen, ob als Unternehmen oder als Einzelperson. Wir sind alle von Traditionen und Altbewährtem geprägt. Aber Veränderungen gehören dazu, auch große und je eher wir uns darauf einstellen, desto besser. Wichtig ist es, eine Strategie parat zu haben und in der Digialisierung seinen Platz zu finden.


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