Mehr Daten für die elektronische Gesundheitskarte

Digital | 4 Kommentare | von Claudia Hilker

Die elektronische Gesundheitskarte ist seit dem 01. Januar 2015 verpflichtend für die gesetzlichen Krankenkassen. Sie soll dazu beitragen, die Arbeit der Krankenkassen digitaler zu gestalten. Über die Gesundheitskarte werden Kundendaten ohne Verzögerung erfasst. Viele Kunden erwarten allerdings mehr von der elektronischen Neuerung. Das zeigt eine Umfrage des Marktforschungssektors Bitkom Research, bei der 1.249 Personen ab 14 Jahren befragt wurden.

Welche Daten braucht die Gesundheitskarte?

Die Mehrheit der Befragten wünschen sich auf ihrer Gesundheitskarte, Informationen zu unverträglichen Medikamenten, um bei potentiellen Arztbesuchen eine gezieltere Verschreibung zu ermöglichen. 92 Prozent haben ebenso dafür gestimmt, die Dokumentation der Blutgruppe einzuführen, was in vielen Fällen Leben retten könnte. Immerhin 67 Prozent hätten gerne Hinweise auf chronische Krankheiten auf ihrer elektronischen Gesundheitskarte hinterlegt. Die folgende Grafik zeigt die Ergebnisse der Umfrage auf einen Blick:

Gesundheitskarte

Die Umfrage zeigt, dass die Bevölkerung sich bewusst ist, welche Möglichkeiten eine elektronisch einlesbare Gesundheitskarte birgt. Dieser Meinung ist auch der Bitkom Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Zusatzinformationen erleichtern Behandlungen

Im speziellen die Angabe von Informationen zu Allergien und der Unverträglichkeit bestimmter Medikamente würde die Behandlung von Patienten um ein Vielfaches erleichtern, da rund 200.000 Menschen durch unbekannte Medikamentenunverträglichkeiten ihr Leben verlieren. Die Angabe von Prothesen und Implantate, was sich immerhin 75 Prozent der Befragten wünschen, würde dabei helfen, MRT Untersuchungen zu vereinfachen. Implantate und Prothesen bestehen zu einem Großteil aus Metall, was bei dem Patienten, laut dem Klinikverbund-Südwest, zu unerwünschten Nebenwirkungen und im schlimmsten Fall zu erheblichen Schäden und Verletzungen führen kann.

Grundsätzliche Angaben sind zu wenig

Die Umfrage des Bitkom-Verbandes zeigt, dass die Bevölkerung mit den bisherigen Funktionen und Möglichkeiten der elektronischen Gesundheitskarte nicht zufrieden ist und sich daher eine Erhöhung des Funktionsumfanges wünscht. Wenn schön eletronisch mit Daten versehen, dann kann die Karte auch mehr enthalten, als lediglich den Namen und die Adresse des Patienten. Zusätzlich spricht die Umfrage, der Gesundheitskarte ein enormes Entwicklungspotential zu. Dazu ist es allerdings nötig, dass alle an der Umsetzung der Forderungen beteiligten Akteure an einem Strang ziehen, um keine unnötigen Verzögerungen zu verursachen.

 

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