Geringe Investitionen in Industrie 4.0

Change Management | 0 Kommentare | von Claudia Hilker

Industrie 4.0 wächst weiter und gewinnt an Stellenwert. 3D-Druck oder das Internet der Dinge haben auch Deutschland längst erreicht. Nur die Investitionen der Unternehmen könnten besser sein. Das zeigt eine neue Studie des Digitalverbandes BITKOM.

Zu wenig Investitionen in Industrie 4.0

Industrie 4.0 meint die vierte industrielle Revolution, durch die die klassische Produktion mit dem Internet vernetzt wird. Dazu zählen insbesondere neue Technologien, wie Big Data, Cloud-Computing, Mobile Devices oder 3D-Druck. Die Vernetzung optimiert Kosten und lässt innovative Geschäftsmodelle zu. Fast jedes zweite Unternehmen nutzt mittlerweile Industrie 4.0-Anwendungen. Das zeigt die Studie, bei der ca. 560 Unternehmen ab 100 Mitarbeiter befragt wurden. Im Klartext heißt das: Rund zwei Drittel der deutschen Industrie sind in der vierten industriellen Revolution tätig. 19 Prozent haben zumindest konkrete Pläne und lediglich 12 Prozent sehen die moderne Technologie nicht in ihrem Unternehmen.

Doch trotz der hohen Nutzerzahlen bleiben die Investitionen gering. Bei 57 Prozent der Befragten ist zwar Geld für Industrie 4.0 eingeplant, aber vom Gesamtbudget investieren sie lediglich vier Prozent. Das ist deutlich zu wenig, um voll aus der Digitalisierung schöpfen zu können.

Unternehmensziele mit Industrie 4.0

Die wichtigsten Ziele der Befragten zeigt die folgende Grafik auf einen Blick:

Demnach lieben bei der Mehrheit (57 – 69 %) die Ziele, Prozesse zu optimieren sowie die Kapazitäten auszulasten, vorne. Die schnelle Umsetzung von Kundenwünschen erhoffen sich zumindest die Hälfte der Unternehmen. Neue Geschäftsmodelle und neue Kundengruppen erzielen aber nur 14 bzw. 13 Prozent. Das ist schade, wo doch gerade die Digitalisierung neue Modelle und Zielgruppen erfodert. Es geht nur ganz oder gar nicht.

Herausforderungen von Industrie 4.0

Die Investitionskosten sind für 75 Prozent der befragten Unternehmen die größte Herausforderung. In vielen Fällen fühlen sie sich dadurch beim Einsatz von Industrie 4.0-Anwendungen gehemmt. Auch der Datenschutz und der Fachkräftemangel lösen bei der Mehrheit (ca. 55 Prozent) Kopfzerbrechen aus. Die folgende Grafik zeigt weitere Hemmschwellen der Unternehmen:

Hier finden Sie die komplette BITKOM-Umfrage „Industrie 4.0 – wie Sensoren, Big Data und 3D-Druck die Produktion und die Arbeit in der Fabrik verändern“ als PDF zum Download.

Fazit: Industrie 4.0 hat zu einem Wandel der Berufsbilder geführt. Deshalb sind immer mehr gut qualifizierte Fachkräfte gefragt. Interdisziplinäres Wissen und vernetzte Teamarbeit sind hier die Schlüsselkompetenzen. Laut der Studie bestätigen auch 75 Prozent, dass Industrie 4.0-Anwendungen für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit essentiell ist. Doch Unternehmen müssen sich voll und ganz darauf einlassen, Investitionen tätigen und Geschäftsmodelle überdenken. Hilker Consulting berät viele Unternehmen in diesen Change-Management-Prozessen. Bei Interesse an einem Change Management Workshop schreiben Sie uns einfach eine E-Mail.

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