Virtuelle Führung liegt im Trend

Leadership | 0 Kommentare | von Claudia Hilker

Jede dritte Führungskraft in Deutschland arbeitet in der virtuellen Führung. Viele Unternehmen sind heute international vertreten und digital vernetzt. So kann unser Arbeitsplatz der Zukunft überall sein. Damit steigt der Stellenwert der virtuellen Führung.

Was ist virtuelle Führung?virtuelle Führung

Die Führungskraft eines virtuellen Teams leitet eigentlich ein ganz normales Team in einem Unternehmen, nur das das Team über die ganze Welt verstreut sitzt. So arbeitet die Führungskraft zum Beispiel in Deutschland, betreut aber von dort aus Mitarbeiter in New York und Asien. Das Internet macht es möglich, jederzeit und überall miteinander in Kontakt zu treten und zugleich als Präsenzteam an einem Standort Projekte durchzuführen.

Was sind die Vorteile?

Wenn das Team über die ganze Welt verteilt ist, ist es leichter auf Trends zu reagieren. So können bestimmte Dinge in einem Land populär sein, die hier noch gar nicht bekannt sind. Mit Mitarbeiten rund um den Globus können solche Trends sofort erfasst und aufgegriffen werden. Außerdem ist die Fachkräfteauswahl für die virtuelle Führung viel einfacher. Während womöglich in dem einen Land die richtigen Fachkräfte fehlen, findet man diese woanders im Überfluss.

Was sind die Nachteile der virtuellen Führung?

Es ist sehr schwierig die Kontrolle über die Projekte und Mitarbeiter zu behalten. Alle arbeiten verteilt und zu verschiedenen Zeiten, da ist es schwer Missverständnissen aus dem Weg zu gehen und Verständigungsprobleme zu vermeiden. Es fehlt der zwischenmenschliche Kontakt, ohne den weniger Vertrauen zwischen den Mitarbeitern herrscht. Deshalb ist es wichtig, dass sich die virtuellen Teams regelmäßig treffen, z.B. auf Dienstreisen. Zudem ist es nicht leicht als virtuelle Führung seine Autorität aufzubauen. Diese wird oft vom virtuellen Raum verschluckt. Der Firmenwagen oder die Sekretärin, als Ausdruck der Chefposition sind hier gänzlich unsichtbar für das restliche Team und auch das Projektewissen ist jedem immer frei zugänglich. Den Respekt als virtuelle Führung muss sich hart erarbeitet werden. Denn im virtuellen Team ist man eher Moderator als Boss und die Rolle als „Digital Leader“ ist eine schwierige Umstellung.

Was braucht eine gute virtuelle Führung?

Lassen Sie die Zügel lang, aber halten Sie sie fest. Sagen Sie klar an, wer aus dem Team was macht und bis wann. Diese Termine müssen strikt eingehalten und kontrolliert werden. Geben Sie genau Definitionen der Aufgaben und überprüfen Sie die Ergenisse mit konstruktivem Feedback. Zeigen Sie Einfühlungsvermögen. Wenn Sie Ihre Arbeit und die Gespräche mit Ihrem Team schleifen lassen, ist die Hemmschwelle für Ihre Mitarbeiter viel geringer Ihnen ihre Meinung zu sagen. Immerhin fehlt die Face-to-Face Situation, wodurch die Bereitschaft für Kritik höher ist.

Fazit: Arbeiten Sie selbstdiszipliniert und seien Sie ein Vorbild: Halten Sie sich an Ihre eigene Zeiteinteilung und Aufgaben. Erfüllen Sie diese gewissenhaft und gewöhnen Sie sich an die auch mal schrägen Zeiten, um für Ihre Mitarbeiter auf der anderen Seite der Welt da zu sein. Sie werden es Ihnen danken und Sie als Vorbild nehmen. Die virtuelle Führung birgt ihre Tücken und Erfolge.  Hilker Consulting berät viele Unternehmen im Change-Management. Bei Interesse an einem Change Management Workshop schreiben Sie uns einfach eine E-Mail.

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