Social Machines fördern die Digitalisierung

Change Management, Social Business | 3 Kommentare | von Claudia Hilker

Social Machines fördern die Digitalisierung. Die Digitalisierung bietet große Chancen für die Wirtschaft. Viele Unternehmen fehlt es jedoch an Wissen. Das hat die Online-Umfrage der IHK Aachen ergeben. Rund 50 kleine und mittlere Unternehmen aus NRW haben daran teilgenommen. Sie bilden keine Representative, ergeben aber dennoch ein gutes Stimmungsbild für die gesamte deutsche Wirtschaft.

Fehlendes Wissen bei Unternehmen

Wikemedia - Social MachinesDie meisten befragten Unternehmen sehen sich bereits im Übergang zur Industrie 4.0. In den nächsten 15 Jahren wird der Umschwung zur individuellen Produktion, schnelleren Lieferung, dem genauen Einsatz von Ressourcen und der smarten Vernetzung mit Service-Apps geschafft sein. Dennoch fällt es zwei von drei Befragten noch schwer sich in der rasant wachsenden Menge an technologischem Wissen zu orientieren. IT-Sicherheit und Datenschutz lösen große Unsicherheit aus und auch technologische Fachkräfte bereiten den Unternehmen Sorge. Jedem zweiten Befragten ist zum Beispiel der Begriff Social Machines völlig fremd, dabei liegt gerade hier großes Potential für die Industrie 4.0.

Welche Rollen spielen Social Machines?

Mit den sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Co. ist die soziale Interaktion revolutioniert worden. Als Social Machine bezeichnet man daher alles, was sich in ein soziales Netzwerk loggen kann, Daten sammelt und mit anderen teilt. Das können Autos, Instrumente oder Kühlschränke sein. Damit können Sie einen ganz neuen Markt erreichen, auf dem Sie Ihre Kunden jederzeit und überall erreichen.

Dabei arbeiten Mensch und Maschine Hand in Hand. Der Mensch gibt Daten, Texte, Bilder usw. ein, die Maschine analysiert, verarbeitet und lernt daraus. Der Austausch bleibt dabei nicht aus und trägt so zu einem riesigen Netzwerk bei, das neue soziale Prozesse hervorbringt. Ein Prozess, indem Menschen die kreative Arbeit leisten und Maschinen die Verwaltung übernehmen.

Drei Beispiele für Social Machines

Viele der aktuellen interaktiven Webspaces gehören zu den Social Machines. Es gibt zahlreiche Beispiele für Online-Orte, an denen Mensch und Maschine zusammen Wissen kreieren. Hier folgen drei ausgewählte Beispiele:

1. Wikimedias
In den zahlreichen Wikis wird jeden Tag, jede Minute, Unmengen an Content produziert. Jeder kann dort Autor sein, überwacht von anderen super users und administrativ verwaltet von Computern auf der ganzen Welt.

2. Blogosphäre
Mit den vielen Blogs heutzutage und Programmen wie WordPress oder LiveJournal wird der Diskurs und die Interaktion durch gegenseitiges Vernetzen und Kommentieren angeregt.

3. Galaxy Zoo

Galaxy Zoo - Social Machines

Bei diesem sozial-technologischen Projekt sind normale Leute überall auf der Welt dazu angehalten Galaxien einzustufen und zu charakterisieren. Dazu sehen sie in einer dafür angelegten Community Fotos der Galaxien, anhand derer sie nach Kategorien ordnen sollen. Die Computer verarbeiten die Daten und liefern den Forschern die Ergebnisse. Die Arbeit allein über die Maschinen zu machen, dauert Jahre, da das menschliche Gehirn in diesem Bereich der Mustererkennung viel leistungsfähiger ist. Durch die Mithilfe von über 10.000 Freiwilligen kann die Forschung entscheidend verkürzt werden.

Fazit: Social Machines und Entwicklungen, wie das Internet of Things, sollten demnach dringend in den digitalen Wandel von Unternehmen einbezogen werden.

So hat die Studie auch gezeigt, dass NRW gute Vorraussetzungen für eine Vorreiterposition bietet. Eine herausragende IT-Forschung liefert die bemängelten Fachkräfte. Es erfordert lediglich eine tiefere Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, damit die Digitalisierung durch die fehlenden Kenntnisse der Unternehmen nicht gebremst wird. Daher soll, laut der Landesregierung, in den kommenden fünf Jahren in die Gründung von technologie- und wissensbasierten Unternehmen investiert werden.


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