Wearables: mehr als nur Jogging

Digital | 2 Kommentare | von Claudia Hilker
Spricht man von den neusten Trends in der digitalen Welt, so gehören Wearables dazu. Durch Health-Apps liefern sie uns Informationen über unseren Pulsschlag, messen unsere Schrittanzahl und dienen während sportlicher Aktivitäten als Fitness-Gadgets. Doch können sie mehr, als uns nur bei der Fitness und bei der Gesundheit zu unterstützen? Während der dmexco 2015 war es mir möglich, an einem Vortrag von Thomas Claussen von Accenture Digital teilzunehmen. Dabei stand die Frage im Mittelpunkt, weshalb Wearables, im speziellen Smartwatches, in der Gesellschaft noch nicht angekommen sind.

Es gibt verschiedene Arten von Wearables

Als Wearables werden technische Geräte bezeichnet, welche am Körper getragen werden und weder eine ständige Aufmerksamkeit erfordern, noch im Vordergrund arbeiten. Bei den zu bewältigenden Aufgaben werden wir von ihnen durch Zusatzinformationen und Assistenzaufgaben unterstützt. Bei Wearables gibt es klassenspezifische Abstufungen. In der einfachsten Klasse finden sich Sensoren, die ohne Interaktion mit dem Träger arbeiten und kein Interface besitzen. Sie messen unter anderem Blutwerte und den Zuckerlevel des Trägers.  Zusätzlich dazu existieren unifunktionelle Geräte, wie Sportbänder, die uns beispielsweise bei sportlichen Aktivitäten unterstützen. Als dritte Klassifizierung gibt es multifunktionelle Geräte, wozu unter anderem Smartwatches gehören. Diese Wearables verfügen über ein User Interface und interagieren auf direktem Wege mit den Trägern.

Multifunktionalität ist die Zukunft

Der wachsende Markt für Smartwatches und die für die Smartwatches benötigte Verbindung zu Smartphones verdeutlicht, dass die Zukunft in dem Bereich der Multifunktionalität steckt. Trotz des Marktwachstums gibt es für potentielle Kunden Kritikpunkte, die sie von einem Kauf einer Smartwatch abhalten.
Wearables

Quelle: Statista

Laut Statista ist der Hauptkritikpunkt in Bezug Wearables die Ablenkung vom Wesentlichen. Was also müssen Unternehmen tun, um Wearables aufgrund ihrer Funktionalität für die Nutzer attraktiver zu machen? Thomas Claussen hat dazu mögliche Richtlinien für die Produktion von Wearables, im speziellen Smartwatches, aufgestellt.

Wearables dürfen keine Behinderung sein

Um Wearables für Kunden attraktiver zu machen, ist es laut Claussen unerlässlich, dass die auf den Bildschirmen angezeigten privaten Informationen nicht einfach von unbeteiligten mitgelesen werden können. Dazu sollen Nutzer die volle Kontrolle über den Bildschirm des Devices haben.  Zusätzlich dürfen Wearables keine Behinderung für die Umgebung des Trägers darstellen. Wenn sich der Träger zum Beispiel in Bussen an Deckenhaltern festhält, können hell leuchtende Displays die Umherstehenden ablenken. Um dies zu verhindern, sollten  sich der Umgebungshelligkeit anpassende Displays, oder Glancescreens  verbaut werden. Um sich dem Nutzungsverhalten der Anwender bestmöglich anzupassen, sollen Wearables lernfähig sein und nach einer gewissen Anwendungszeit das Verhalten der Nutzer kennen. Einer der größten Nachteile der jetzigen Wearables und im speziellen der jetzigen Smartwatches, ist die nötige Verbindung zu dem Smartphone, die es nötig macht, das Smartphone ständig bei sich zu tragen. Dies ist laut Claussen einer der Hauptgründe, weshalb Smartwatches im täglichen Leben nicht stärker verbreitet sind.

Datenschutz ist ein wichtiges Thema

Um die Nutzerzahlen zu erhöhen, müssen die Hersteller von Smartwatches auf die Nutzer schauen und sich daran orientieren, was diese benötigen. Das bedeutet, dass potentielle Kunden einen Zusatznutzen in den Smartwatches sehen müssen und erkennen müssen, inwieweit ihnen eine Smartwatch im täglichen Leben behilflich ist. Die Nutzer müssen wissen, welche bisher ausgeführten Funktionen eine Smartwatch ersetzten kann. Einer der größten Aspekte, bei dem noch Handelsbedarf besteht ist laut Claussen der Datenschutz. Um Kunden gewinnen zu können, müssen Unternehmen die Sicherheit der Nutzerdaten gewährleisten. Außerdem muss für Nutzer transparent einsehbar sein, wie die Daten genutzt werden und behandelt werden. Dies belegt auch eine Studie der Altimeter Group zum Vertrauen der Kunden in die Unternehmen, bei der der Hauptgrund für das fehlende Vertrauen mit 35 Prozent bei der fehlenden Transparenz der Unternehmen liegt.

Wearables

Quelle: Hilker Consulting

Dennoch müssen sich nicht nur Unternehmen anpassen. Laut Stefan Claussen müssen Konsumenten auch den Willen haben, die eigenen Daten zu teilen, da den Unternehmen ohne diese die Bereitschaft fehlt, die eigenen Produkte zu verbessern und den Kundenwünschen anzupassen.

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